Urlaub in Meran

Geschichte von Meran (Quelle: Wikipedia)

Meran (ital.: Merano, lat. Castrum Maiense) ist nach der Landeshauptstadt Bozen die zweitgrößte Stadt Südtirols (Italien). Sie liegt inmitten eines Talkessels, umgeben von Bergen (1500–3335 m), an der Taleinfahrt des Passeiertals, des Vinschgaus und des Ultentals und ist bereits seit dem 19. Jahrhundert vor allem als Kurort bekannt. Meran wird in Obermais, Untermais (südlich der Passer) und dem eigentlichem Meran eingeteilt.

Theater von Meran

Meran, von 1418 bis 1848 Hauptstadt der Grafschaft Tirol, wurde im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben. Ende des 14. Jahrhunderts wurde Meran durch Leopold III. mit zahlreichen landesfürstlichen Privilegien zur Förderung des Handels ausgestattet.

Mit dem Umzug des Landesherrn nach Innsbruck 1420 verlor Meran rasch seine Vorrangstellung und seine Bedeutung als Wirtschaftszentrum. Erst die Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 brachten Meran wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Am Küchelberg oberhalb Merans erkämpften die Tiroler einen Sieg über Franzosen und Bayern. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Südtirol und damit Meran zu Italien. Die Stadt entging, im Gegensatz zur neuen Landeshauptstadt Bozen, aber weitestgehend der Assimilierungs- und Majorisierungspolitik des faschistischen Regimes in Rom. Besonders geschickte Verhandlungen der Stadtverwaltung unter Baron de Marcart leisteten hierzu einen wesentlichen Beitrag. Im Zweiten Weltkrieg diente Meran als Lazarettstadt.

Meran schaut auf eine lange Tradition als Kur- und Fremdenverkehrsort zurück und gilt als eine der ersten Touristenhochburgen des Habsburgerreiches mit vielen namhaften Gästen aus Politik und Kultur. Wissenschaftler und Ärzte schätzten vor allem das milde, mediterrane Klima und die reine, heilende Luft der Kurstadt, die besonders die Heilung von Lungenleiden begünstigten. Nach 1945 gelang es, aus Meran erneut einen der wichtigsten Fremdenverkehrsorte Südtirols zu machen.

Sehenswürdigkeiten in Meran

Diese Sehenswürdigkeiten können sich sehen lassen und sind allesamt einen Besuch wert: Merans Museen, Schlösser, Kirchen und Denkmäler warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Das Beste zum Schluss: Kurhaus, Stadttheater und die Gärten von Trauttmansdorff sind Pflicht- und Kürprogramm in einem.

Meran Altstadt

Auf Entdeckungstour in der Altstadt von Meran - das ist ein Spaziergang, der sich lohnt. Haben Sie Lust auf einen kleinen Stadtrundgang?.... Mittelalterliche Gassen, Stadttore und Stadtmauern, elegante Gebäude im lupenreinen Jugendstil, entstanden in der Zeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, Kirchen und sakrale Bauten der verschiedensten Konfessionen und Gärten und Parkanlagen in unterschiedlichsten Stilarten: das ist die Altstadt von Meran. Die mittelalterliche Altstadt umfasst die Laubengasse, die den Kornplatz mit dem Pfarrplatz verbindet, das Steinachviertel, die Leonardo-da-Vinci-Straße, den Rennweg und die drei noch erhaltenen Stadttore. Zum Stadtkern, großteils Fußgängerzone, gehören heute auch die Freiheitsstraße, der Theater- und Sandplatz und die Post- und Theaterbrücke.

Die Laubengasse

Ein alter, sehr gepflegter Stadtteil von Meran ist die Laubengasse. Meinhard II., Graf von Tirol, ließ sie im 13. Jahrhundert erbauen. Sie besteht aus einer zweireihigen "Häuserflut" mit niedrigen Laubengängen. Diese beginnt am Pfarrplatz und endet nach ca. 400 Metern am Kornplatz. Ihre verwinkelten Hinterhöfe und die abenteuerlichen Treppenaufgänge sind ineinander verschachtelt und durch finstere Durchgänge verbunden. Die Fassaden aus verschiedenen Stilepochen sind von zierlichen Erkern und zahlreichen Torbögen geschmückt. Man unterteilt die zwei Laubenflanken in flussseitige "Wasserlauben" und bergseitige "Berglauben". Früher waren die Lauben nicht durch die Sparkassenstraße/Galileistraße unterbrochen und somit die längsten Lauben Tirols. Dieser einschneidende Eingriff wurde 1913 aus verkehrstechnischen Gründen vorgenommen. So kam zur beschriebenen Einteilung in Wasser- und Berglauben auch jene der "unteren" und "oberen" Lauben hinzu. Schon im Mittelalter war die Laubengasse die "Lebensader" der Geschäftsleute. Im Gebäude der heutigen Buchhandlung Pötzelberger, am oberen Ende der Lauben, befand sich zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert die Münzstätte: Motor des Handels der gesamten Grafschaft Tirol. Auch heute noch ist die Laubengasse die Hauptgeschäftsstraße Merans.

Der Kornplatz

Er liegt am unteren Ende der Laubengasse und diente einst den Handelstreibenden aus dem ganzen Land als Markt- und Lagerplatz. Heute befinden sich auf dem Kornplatz das Gerichtsgebäude und Gefängnis, gegenüber die Volksbank, die auf den Mauern des 1782 aufgelassenen Klarissenklosters erbaut wurde. Relikte davon sind heute noch erhalten, so der Innenhof, ein Rundgang und einige kleinere räumliche Details.

Das Stadtviertel "Steinach"

Zwischen der Pfarrkirche, dem Passeirer Tor und dem rechten Passerufer liegt dieser malerische Stadtteil, der zu Zeiten der Grafen von Tirol Stadtkern war. Im 13. Jahrhundert wurde hier mit dem Stadtbau begonnen. Viele der gut erhaltenen Bauten erinnern noch heute an den ursprünglichen Charakter der Stadt, besonders in der Nähe der "Santer Klause" beim Passeirer Tor. Der Steinerne Steg (irrtümlich oft "Römerbrücke" genannt), im 17. Jahrhundert an Stelle eines Holzstegs errichtet, verbindet Steinach und damit die Altstadt mit der Gilfpromenade und mit dem Stadtteil Obermais. Es ist dies die älteste Brücke über die Passer.

Der Theaterplatz

Bis 1881 stand an dieser Stelle das vierte (Ultner) Stadttor. Hier konzentrierte sich schon früh der Stadtverkehr. Die bauliche Gestaltung des Platzes hat sich durch die Jahrhunderte hindurch stark verändert und hat mit dem einstigen Erscheinungsbild nichts mehr gemeinsam.

Der Rennweg

Der ins Stadtzentrum führende Rennweg wird von zahlreichen Geschäftshäusern gesäumt. Die mittelalterlichen Bauten mit ihren Fassaden und Erkern machen diese Zufahrtsstraße zu einer Sehenswürdigkeit.

Der Sandplatz

Zwischen dem Bozner Tor und dem Passerufer gab es früher eine natürliche Flusswindung, in der sich der Passersand ablagerte. Aus diesem Grund nannte man den dort errichteten Platz "Sandplatz". Hier - neben dem Bozner Stadttor - befindet sich eine der ältesten Herbergen Merans: das frühere Hotel "Erzherzog Johann", das später zum Hotel "Esplanade" umbenannt wurde. Bis 1913 befand sich in einigen Zimmern des Gebäudes das Postamt. Heute hingegen reihen sich im renovierten "Esplanade" Gebäude, Geschäfte und öffentliche Ämter aneinander. Genau gegenüber liegt der Ansitz Hohensaal, in dem sich heute das Institut der Englischen Fräulein und eine neuromanische Kirche, die Herz-Jesu-Kirche, befindet.

Die Leonardo-da-Vinci-Straße, ehemals Postgasse

Die schmale und relativ steile Gasse führt vom Pfarrplatz hinunter zum Sandplatz. Der alte Name stammt vom städtischen Postamt, das früher im Hotel "Esplanade" untergebracht war. Sie ist durch eine Reihe schöner Altstadtbauten charakterisiert und wird durch das Bozner Tor abgeschlossen.

Die Stadtmauer

Einst mit Zinnen versehene Ringanlage, erbaut gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Früher umschloss sie das städtische Treiben. Sie wurde 1878 abgebrochen. Kleine Teile davon sind nur noch am Passeirer Tor zu sehen.

Die vier Stadttore

Die Kurstadt hatte bis 1881 vier mittelalterliche Stadttore. Heute sind noch drei davon erhalten. Das Ultner Tor (Osten) existiert heute nicht mehr, es stand am heutigen Theaterplatz. 1881 wurde es dem Durchzugsverkehr und der Errichtung des Theaterplatzes geopfert. Ein geschichtliches Kuriosum: Der zum Tor gehörende Stadtturm war Sitz des Gefängnisses für Schwerverbrecher. Einige Marterwerkzeuge waren darin noch bis zum Niederreißen des Tors zu sehen. Das Vinschger Tor (Westen) befindet sich am Rennweg. Es ist wahrscheinlich das älteste der Stadttore, 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert umgebaut, diente es eine Zeitlang als Bürgergefängnis und Schuldturm. Auch der Tiroler Held Andreas Hofer wurde in seiner Nähe eingesperrt, woran heute eine Gedenktafel erinnert. Im nahegelegenen Haus des heutigen Hotels Graf von Meran fand am 28. Jänner 1810 sein erstes Verhör statt. Das Passeirer Tor (Norden) zeichnet sich durch den schlanken efeubewachsenen viereckigen Stadtturm mit Giebelbedachung aus. Dieses Tor ist kunsthistorisch betrachtet das vielschichtigste der drei erhaltenen Stadttürme und zeigt auch Teile der abgerissenen Stadtmauer. Das Bozner Tor (Süden) stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist noch im Originalzustand erhalten. An seiner Südfassade sieht man einen gemalten Doppeladler und einen Stein mit den gemeißelten Wappen von Österreich, Tirol und Meran.

Die Postbrücke

Sie ist Merans Jugendstilbrücke par excellence. Der östliche Zugang zur Stadt war für die Meraner Geschäftsleute sehr wichtig, so erbauten sie im Jahr 1909 die Postbrücke und schufen damit die Verbindung Heiliggeistkirche/Spitalskirche mit dem Sandplatz (früherer Name der Brücke "Spitalbrücke"). Erst vor wenigen Jahren renoviert, ist sie heute die eleganteste Brücke Merans.

Shopping in Meran

Merans Innenstadt ist ein wahres Paradies für alle, deren liebstes Hobby das Shoppen ist: Exklusive Boutiquen, ausgeflippte Jeansläden und Filialen renommierter Bekleidungsfirmen finden sich gleich neben Feinkostgeschäften, Buchläden und Juwelieren. Es gibt nichts, was man hier nicht zu kaufen bekommt. Machen Sie die Probe aufs Exempel...

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Therme und Wellness in Meran

Kuren und Wellness haben in Meran Geschichte: Schon vor über 170 Jahren wurden den allerersten Kurgästen der Stadt im Frühling die Milch- und Molkekur, im Herbst die Traubenkur und das ganze Jahr über die Frischluftkur angeboten. Heute ist das Angebot an Wohlfühlbehandlungen nicht nur sehr viel größer, sondern auch sehr viel professioneller geworden. Kein Wunder, bei 170 Jahre langer Erfahrung...

Therme und Wellness in Meran
Weitere Informationen: Die Therme Meran


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